Kreationen.

Wir müssen eine Kreation - die durch ein Postulat erschaffen wurde - als Einheit sehen,

Diese Kreation kann sich dann über Raum und Zeit erstrecken. Aber es ist EINE in sich abgeschlossene Kreation

D. h, dass alles was die Kreation später ent-wickelt schon am Anfang im ursprünglichen Postulat enthalten ist, auch dann wenn es sich erst später manifestiert. Wir können aber mit unserem Bewusstsein nur einen Teil davon erfassen, nämlich die bewusste Gegenwart, Dies ist eine von uns gewollte Beschränkung unseres Wesens., denn in Wirklichkeit/Zeitlosigkeit ist die Kreation als Gesamtheit raum-zeitlich immer da.

Durch Postulate erschaffene Kreationen können sich gegenseitig behindern.

Dies erzeugt die Erscheinung von Dominanzbereichen. Das heisst in einem Bereich -unserem Dominanzbereich- können wir handeln, haben Wahlmöglichkeiten in einem anderen meist ferneren Bereich -ausserhalb unserer Dominaz- sind wir dagegen gebunden.

Die bewusste Gegenwart (im Gegensatz zur zeitlosen immer vorhandenen Gegenwart) ist der Dominanzbereich, in dem wir entscheiden/postulieren/handeln können

Die Gesamt-Kreation setzt sich im allgemeinen aus einer räumlichen Kreationen und einer zeitlichen Kreation zusammen.

Eine raum-zeitliche Kreation ist z.B. das ganze Leben.

Ein wichtiger Teil dieser Lebens-Kreation ist die raum-zeitliche Kreation eines Körpers.

In der Lebens-Kreation enthalten sind kleinere zeitliche Kreationen, wie z.B. die Studienzeit, die Zeit einer Ehe, oder eine Reise, eine Bekanntschaft, ein Projekt etc.

Da im ursprünglichen Postulat schon seine ganze Zeit (die sich erst allmählich entfalten wird) enthalten ist, ist die zu erlebende Zukunft total festgelegt.

Man kann dieser Festlegung aber entgegenwirken indem man das das ursprüngliche Postulat findet und auflöst. Meist aber setzt man in Unkenntnis des ursprünglichen Postulats ein Gegen-Postulat, was zu Blockaden führt. Dann steht Postulat gegen Postulat. Solche Lebensbereiche unterliegen dann nicht mehr der Kontrolle des Wesens. Denn, was du entscheidest wird zum Gesetz für dich und wenn einander widersprechende Entscheidungen getroffen wurden blockieren diese sich gegenseitig.

Nun gibt es auch Postulate die nur Rahmenbedingungen festlegen. Wenn ein Wesen in eine Inkarnation geht, bestimmt es die für es in diesem Leben gültigen Rahmenbedingungen. Sind diese eng, so bleibt nur wenig Raum für zusätzliche Postulate während des Lebens. Sind sie weitgefasst, kann das Leben auf vielerlei Weise gestaltet werden. Idealerweise sind die Rahmenbedingungen darauf gerichtet, die blockierenden Postulate zu finden und aufzulösen. Ist das nicht so, besteht die Möglichkeit, dass das Wesen sich immer mehr in einander widerstreitenden Postulaten verfängt und so mehr und mehr seiner Wahlmöglichkeit/Freiheit verliert.

Obwohl ein Wesen praktisch unendlich viele Aufmerksamkeitsbereiche erschaffen kann, hat es sich durch einander entgegenstehende Postulate begrenzt, so dass z.B. "heute" nur 100 Aufmerksamkeitseinheiten hat, die auch noch in viele Bereiche zeitlicher und räumlicher Kreationen zersplittert sind.

Dadurch erhält eine einzelne Kreation zu wenig Wichtigkeit/Aufmerksamkeit und es entstehen chaotische zufällige Realisationen, die nirgendwo hinführen .

Die Aufgabe ist es nun diese vielen Kreationen so zu integrieren, dass daraus einige wenige erwünschte Kreationen entstehen. Die Rahmenbedingungen aus früheren Postulaten mit den daraus resultierenden Kreationen liegen zunächst fest. Nur wenig an Postulatskraft ist im allgemeinen noch übrig. Diese gilt es nun nicht zu verschwenden sondern auf Auflösung alter zwanghafter Spiele zu richten.

Ein Postulat ist etwas Zeitloses.

Es erschafft sich Zeit zur Verwirklichung.

Zeit ist deine Kreation. Im Traum kann man in wenigen Sekunden ganze Romane erleben. Dies beweist, dass man sich im Traum Zeit kreiert hat. Das gleiche tun wir aber in dieser "realen" Welt, die doch nur ein Traum ist und in der wir uns beliebig viel Zeit kreieren können. Dieses fortwährende Erschaffen deswegen weil wir (noch) nicht erwachen wollen.

Solange wir uns weiter Zeit kreieren, sind wir nicht in der Ewigkeit (Zeitlosigkeit) sondern verbleiben in der Zeit.

Postulate sind ausserhalb der Zeit, erschaffen aber zeitliche Manifestationen, nämlich Manifestationen die ein Anfang, eine gewisse Bestehungszeit und ein Ende haben.

Das Postulat ist die Bedeutung, die Kreation die "Masse", oder in anderen Begriffen - der Inhalt ist das Postulat, die Erscheinungsform die Kreation.

Der wirklich wichtige Teil ist die Bedeutung,, also die Absicht die erst die Erscheinungsformen erschafft. Wenn man nur die Erscheinungsformen sieht und die Absicht dabei nicht beachtet, ist man der dahinter stehenden Absicht ausgeliefert. Dann ist Richtungsänderung unmöglich geworden. Die Dinge laufen nach den ihnen innewohnenden Gesetzen ab, so wie sie im Ursprungspostulat gewollt wurden.

Kreationen sind also nichts als Erscheinungsformen einer dahinter liegenden Absicht. Die Absicht bestimmt die Erscheinungsform, aber die Erscheinungsform kann auch wieder auf die Absicht zurückwirken und die Absicht beeinflussen ("Sooo habe ich das nicht gewollt..."). Vielmehr sie könnte es, falls keine Blockaden dies verhindern ("Du kannst nicht kreieren"). Wenn die Absicht verloren oder zwanghaft geworden ist, kann die Erscheinungsform nicht mehr geändert werden.

Ein Postulat hat den Zweck etwas zu erschaffen. Man kann es aus zwei Teilen bestehend ansehen: Absicht und Ziel. Dies muss auseinander gehalten werden. Z.B. einerseits der Absicht ein Haus zu bauen und andererseits das fertige Haus. Beides ist wie oben gesagt eine Einheit, aber in der Welt der Erscheinungen zeitlich getrennt.