Focus auf Entscheidungen.

Man wählt andauernd und entscheidet sich damit für eine von zwei oder mehr Möglichkeiten.
Wie das Wort sagt, scheidet man zwischen Möglichkeiten.

Es gibt grosse Entscheidungen, wie Berufswahl, das Eingehen einer Verbindung mit dem Partner, Umzug in eine andere Stadt etc, Es gibt mittlere Entscheidungen, wie z.B. was mache ich heute oder morgen.

Und es gibt die dauernden, in jeder Sekunde zu treffenden Entscheidungen, die meist automatisch ablaufen, wie z.B. eine Tätigkeit weiter fortführen, anstatt sie zu unterbrechen. Oder noch ein Stück vom Kuchen zu essen gegen etwas anderes zu tun, oder einen Satz auszusprechen gegen zu schweigen.

Man kann also sagen, das Leben besteht in einer dauernden Abfolge von Entscheidungen. Meist erfolgen diese auf einer von aussen übernommenen, automatischen Abfolge. Man entscheidet zwar immer noch, aber dies geschieht unerkannt, mechanisch, unbewusst.

Nebenbei gesagt:
Du meinst du triffst keine Entscheidungen? Du lässt die Dinge einfach auf dich zukommen.
Nun, auch dieser Einstellung liegt eine Entscheidung zugrunde. Vielleicht hast du vergessen, wann du einer solchen Haltung zugestimmt hast. Aber einmal war das der Fall, das ist sicher.
Man kann den immerwährenden, stetigen Entscheidungen nicht entkommen.

Entscheidungen können auf Grund einer Beurteilung/Meinung getroffen werden, dann sind sie ein Via (ein Mittel um etwas zu erreichen, was auch direkt ohne das Via erreichbar wäre). Z.B. Weil das Wetter schlecht ist, entscheide ich mich zuhause zu bleiben. Die meisten Entscheidungen die wir treffen sind von dieser Art. Das heisst sie hängen von früheren Meinungen und Urteilen ab. (Bei schlechtem Wetter fühle ich mich nicht wohl.)
Aber Entscheidungen können auch ohne jeden Grund getroffen werden. Das würde einem Axiom, einem Postulat oder reinem Willensakt entsprechen: Z.B. So hat z.B. ein Naturwissenschaftler dem Axiom zugestimmt: Ich (der Naturwissenschaftler) entscheide, dass es objektive Materie, unabhängig von mir gibt. So baut sich dann auch seine ganze Realität darauf auf.

Auch Wahrnehmung beruht auf einer Entscheidung:
Man hat sich entschieden etwas wahrzunehmen - früher, jetzt unbewusst oder im jetzigen Augenblick.

Die Anwendung:

Ein unerwünschter Zustand tritt auf (Schmerz, Müdigkeit, Unlust etc).

Nun entscheidet man sich - ohne sich dessen bewusst zu sein- , dass er IST.
Schliesslich nimmt man ihn ja wahr - und wer will an seinen eigenen Wahrnehmungen zweifeln?.
(Nur, dass diese Wahrnehmung die Folge einer meist unbekannten Entscheidung ist, die meist blitzschnell, zwanghaft, automatisch aktiviert wird.)

Aber will man diesen negativen Zustand?
Will man eigentlich und wirklich damit ÜBEREINSTIMMEN ?

Denn Übereinstimmung ist DIE Entscheidung die Existenz hervorruft .

Sage Dir also, damit stimme ich nicht überein, ich entscheide dies mich dies nicht zu erleben.

Immer wenn du etwas unerwünschtes wahrnimmst, sage dir
Ich entscheide mich
DAMIT NICHT ÜBEREINZUSTIMEN.

Du bist immer noch der Erschaffer deiner Wirklichkeit. Vertraue darauf
Es genügt sich GEGEN das Unerwünschte zu entscheiden.
Du brauchst dazu keine Energie aufzuwenden. Sage dies ganz ruhig.

Und wenn dir Gedanken dabei kommen, wie "Das wirkt ja doch nicht".
Dann sage dir, "Ich entscheide mich, auch damit (mit diesem Gedanken der Wirkungslosigkeit) nicht übereinzustimmen".

Tu dies konsequent und deine Wirklichkeit wird sich ändern.
Damit diese Änderung möglich wird gibt es drei Voraussetzungen:
a. Es muss dir bewusst werden, dass du in einem unerwünschten Zustand steckst.
b. Du musst dich daran erinnern, dass du ihn nicht haben willst und dich deswegen gegen ihn entscheidest.
c. Du musst Konsequent sein und dies über eine längere Zeit durchhalten.

Du sollstest darauf hinarbeiten Entscheidungen nur bewusst zu treffen.
Du solltest darauf hinarbeiten dir bewusst zu werden, dass du gerade jetzt eine Entscheidung triffst.
Denn wir entscheiden uns dauernd, immer treffen wir Entschiedungen .
(Du entscheidest dich in diesem Moment hier weiterzulesen, aber du hättest auch aufhören können, also lag dem Weiterlesen eine Entscheidung zugrunde.)

Tu das Entscheiden bewusst.

Du bist der Schöpfer deiner Wirklichkeit - Immer noch.
Du kannst nichts anders sein.
Und erst wenn du das erkannt hast, kannst du die illusionäre Art dieser "Wirklichkeit" erkennen.

Bedenke immer:
Dadurch, dass du dich für eine Wirklichkeit entscheidest gibst du ihr Macht über dich.
Denn das was du entscheidest wird zum Gesetz für dich, wird zu deiner Welt.
Du hast dich entschieden SO zu leben und nicht anders.
Deswegen ist deine Welt so, wie du sie erlebst.

Deswegen achte auf deine Entscheidungen !!

Und vergiss nicht:
Auch die Anerkennung eines unerwünschten Zustandes ist eine Entscheidung.
Du hast dich entschieden ihn als real anzusehen.
Und das willst du doch nicht ! Also entscheide dich dagegen.


Als Antwort auf obige Gedanken tauchte die Frage auf,ob es nicht besser wäre auf eine Verneinung zu verzichten.
Also NICHT zu sagen: "Ich entscheide mich dies nicht zu erleben."
So sollte man also z.B. statt "ich will nicht sterben" sagen "ich will leben".
Unser Unterbewusstsein verstehe keine Verneinungen.
Ferner kam der Einwand, dies wäre nichts Neues, denn es würde in Form von Mantras bereits praktiziert.

Als erstes möchte ich statt eines konkreten Erlebens einen Begriff dafür verwenden. Ich bezeichne also das was man nicht erleben will, als das Unerwünschte. Dies geschieht, um nicht bei irgendjemand ein Geschehniss zu stimulieren. Nun zu obiger Frage:
Ich denke hier werden zwei Ebenen vermischt. Wir haben einmal a. die Entscheidungsebene und ein andermal b. die Erlebensebene.
Ebene a ist Ebene b übergeordnet. Entscheidungen sind dem Erleben übergeordnet.

Ich sage ja nicht "ich will das Unerwünschte nicht haben".
sondern ich entscheide, dass "ich nicht damit übereinstimme das Unerwünschte erleben zu müssen".

Von den zwei Möglichkeiten der Übereinstimmung, nämlich Unerwünschtes/Erwünschtes entscheide ich mich für die zweite.
Dies ist eine Wahl der Seele.
Und die Wahl betrifft nicht "Erleben" sondern "Übereinstimmen".
"Übereinstimmen" ist eine höhere Ebene als "Erleben".

Trotzdem ist obige Aussage, man solle keine Verneinungen verwenden, oft richtig. Nämlich dann, wenn Energie, Emotion mitbeteiligt ist.
Wenn ich nämlich sage "ich will das Unerwünschte nicht erleben", dabei aber fühle, wie schrecklich das wäre, dann ziehe ich mir natürlich genau das Unerwünschte in meine Existenz hinein.
Emotionale Ablehnung der einen Polarität verstärkt die andere.
Dann wäre es besser, zu sagen "ich will das Erwünschte", oder noch besser "ich entscheide mich das Erwünschte zu erleben".


Eine andere bessere Form wäre aber:
Obwohl ich das Unerwünschte fühle und diese Tatsache als meine Kreation akzeptiere und voll annehme, entscheide ich mich damit nicht übereinzustimmen.

Wenn das alles wie Haarspalterei klingt, dann kann ich nur sagen, dass die Bedeutungsunterschiede oft sehr fein sind, aber durchaus entscheidend für den Erfolg. Man muss ein geschärftes Bewusstsein haben, um dies zu erkennen.

Mantren arbeiten meines Erachtens nicht auf der Seelen, d.h. Entscheidungsebene. Entscheiden kann man nur bewusst, was später allerdings wieder vergessen werden kann. Das sogenannte Unterbewusstsein besteht aus vergessenen Entscheidungen. Mantren über lange Zeit praktiziert führen, wenn sie automatisch rezitiert werden nur zu noch mehr Schlaf, mehr Mechanik, nicht zum Aufwachen.
Wenn ein Wesen allerdings soweit im Schlaf versunken ist, dass es die Seelen/Entscheidungsebene nur mühsam erreichen kann, dann könnten Mantren eine Hilfe sein, aber immer mit der Gefahr noch mehr Unbewusstes hereinzuziehen.