Wer hat die Welt erschaffen?

Die grosse Frage ist doch:

Warum lässt Gott solches Leid, wie die Naturkatastrophe in Südostasien, zu?
Warum lässt er zu, dass diese Zivilisation immer mehr den Bach runter geht ?
Warum verhungern Jahr für Jahr Millionen von Kindern?

Warum hat ein Gott, der die Seele liebt, eine solche Welt geschaffen?
Wenn man an einen liebenden Gott glauben will, kann die einzige Antwort nur die sein, dass nicht Gott sie geschaffen hat, sondern Seelen, mächtige Intelligenzen, wie etwa Jehova, der nicht Gott ist.

Die gängige Antwort, dass das eben von Gott so gewollt sei, damit Seelen Erfahrungen sammeln, kann da nicht befriedigen.
Wie kann jemand der im Komma liegt, oder wahnsinnige Schmerzen hat, ewas Spirituelles lernen?
Auch im nachhinein ist das Trauma so gross, dass er nicht fähig sein wird Lehren daraus zu ziehen.
Wir alle sind durch die Traumata vergangener Leben so gebunden, dass wir kaum noch fähig sind frei zu entscheiden und unsere Situation so zu erkennen, wie sie wirklich ist.

Gott ist nicht wahnsinnig oder böse, deswegen kann er keine wahnsinnige oder böse Welt erschaffen haben.
Diese Welt ist unsere Kreation. Das ist die bittere Wahrheit.
Und wenn wir das leugnen, die Erschaffung Gott oder dem Heiligen Geist zuweisen, dann verbauen wir uns die Möglichkeit da herauszukommen.
Wir waren mächtige Wesen, als Sohn Gottes mit all seinen Fähigkeiten ausgerüstet, und all solche haben wir äonenlang daran mitgewirkt in den heutigen Zustand zu kommen. Heute, wo alle unsere ursprünglichen Fähigkeiten blockiert sind, können wir uns nicht mehr vostellen, dass wir an der Erschaffung dieser Welt mitbeteiligt waren. So muss eine äussere Quelle die Verantwortung dafür übernehmen.

Es war unsere Entscheidung das Reich Gottes zu verlassen und eine Welt aus Raum und Zeit aufzubauen, eine Welt der Spiele und Illusionen. Spiele die anfangs Spass und Freude bereiteten, dann aber infolge unethischen Spielens immer zwanghafter wurden. Und da sind wir nun und wollen Gott die Verantwortung zuschieben.
Nicht Gott hat uns gestossen. Wir sind aus eigener Entscheidung gegangen.

Aber die gute Nachricht dabei ist, dass Raum und Zeit, Maya, die Welt der Illusionen nicht wirklich existiert.
Die gute Nachricht ist, dass Raum und Zeit ebenfalls unsere Kreationen sind und keine Wirklichkeit besitzen.
Das Reich Gottes ist immer da, im ewigen JETZT, ausserhalb der Zeit.
Denn die Zeit ist eine Kreation des Jetzt und das Jetzt ist nicht ein Abschnitt der Zeit

Die Frage ist also, wollen wir in dieser Welt der Täuschungen bleiben oder wollen wir in das Reich Gottes ausserhalb der Zeit eingehen?
Wollen wir Gott die Verantwortung für die Erschaffung dieser Welt zuschieben, oder sie selber übernehmen?
Nur die Wahrheit kann befreien, aber dass Gott diese Welt erschaffen hat ist eine Lüge.

Diese Welt ist eine Traumwelt und den Traum zu durchschauen, heisst Erwachen und die wahre Welt Gottes zu erkennen.

Die Idee des Opfers.

In der christlichen Lehre wird erklärt, dass Jesus am Kreuze gestorben sei, um die Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen.
Das gleiche gilt natürlich für irgendwelche Meister, denen es schlecht geht und die dies dann damit erklären, dass sie damit das Karma ihrer Schüler abtragen würden.
Daraus erwächst dann die Idee, dass man sich im auf dem spirituellen Pfad im Ertragen von Leid schulen müsse, denn fortgeschrittene Meister müssten mit immer mehr Leid fertig werden können.
Das kann so nicht stimmen.

Wenn Gott die Sünden der Welt, nur dadurch löschen könnte, dass er seinen Sohn opfert, so würde das doch nur bedeuten, dass Gott dem Karmagesetz unterworfen wäre. Er will den Menschen helfen, kann das aber nur tun indem er das Karmagesetz anwendet. Ein solcher Gott könnte wohl kaum der wahre allmächtige Gott sein.
Und ein Meister der meint er könne das Karma seiner Schüler abtragen, indem er Leiden auf sich nimmt, glaubt an einen Gott der dies, so glaubt er, zulässt. Auch das kann nicht der wahre liebende Gott sein.

Was ist von einer höheren Warte aus gesehen, der Sinn des Karmagesetzes? Ich denke zu lernen, dass Gedanken und Taten Folgen haben, die man oft nicht wünscht. Also Lernen durch Erfahrung.
Wenn es nun möglich wäre Karma für einen anderen abzutragen, so würde dies das Karmagesetz ausser Kraft setzen, es könnte dann seinen Zweck nicht erfüllen. Deswegen kann es nicht möglich sein Karma für einen anderen abzutragen.

Deswegen ist die Idee dass Opfer für Erlösung notwendig seien eine wahnsinnige Idee.

Sie mag innerhalb der Welt der Illusionen funktionieren, aber Gott verlangt keine Opfer von denen die zu ihm gelangen wollen. Für ihn sind Opfer und Leiden nur eine weitere Illusion, die keine Wirklichkeit in seinem Reich hat.

Entstanden ist diese Idee wohl dadurch, dass man glaubte für Negatives (unsere "Sünden") etwas Positives (das Opfer, meistens Leiden) zum Ausgleich der Polarität hinsetzen zu müssen. Wenn das auch im Reich der Polaritäten funktionieren mag, so kann es nicht stimmen, wenn man diesem Bereich entkommnen will, denn das Himmelreich ist nicht polar.

In Gottes Reich besitzen Karma wie Opfer keine Wirklichkeit.
Diese Vorstellugen sind nur weitere Ideen des Egos, das auch durch Leid genährt werden kann.

Für die Herrscher dieser Welt aber sind die Vorstellungen von Karma und Opfer wertvolle Werkzeuge um Seelen in ihrem spirituellen Fortschritt zu bremsen. So legen sie grossen Wert darauf die Unabänderlichkeit dieser Gesetze zu betonen und die Seele die daran glaubt und mit diesen Gedanken übereinstimmt, die ist tatsächlich daran gebunden.

Leiden ist not-wendig, um eine bestehende Not zu wenden, (indem man bewusster über die Ursachen des Problems wird) aber es muss nicht sein !.
Vor allem aber muss der Weg zu Gott nicht leidvoll sein und mit Opfern erkauft werden müssen.
Das kann nicht die Absicht eines liebenden Gottes sein.